Zwei Stapelautomaten vom Typ ZSA sortieren die fertigen Werkstücke.
Der lettische Holzverarbeiter OSUKALNS Ltd erweitert seine Produktionskapazitäten und setzt dabei erneut auf modernste Maschinentechnik der PAUL Maschinenfabrik aus Dürmentingen (DE). Bereits bei der ersten Zusammenarbeit überzeugte PAUL mit einer Auftrennsäge des Modells Q-805 sowie einem Kappsystem RAPID inklusive Scanner und Sortierung durch Präzision, Zuverlässigkeit und Bedienkomfort. Nun folgt der nächste Schritt mit einer hochautomatisierten Fertigungslinie, die modernste Scanner-, Beschickungs-, Auftrenn- und Stapeltechnik vereint.
Mit einem jährlichen Einschnittvolumen von rund 100.000 m³ Rundholz zählt OSUKALNS zu den führenden Holzverarbeitern in Lettland. Das Unternehmen produziert gehobelte Profilholzbretter aus Espe und Erle, die hauptsächlich im Saunabau Verwendung finden.
Im Zentrum der neuen Anlage steht das Rip Scanning System, das mithilfe von hochauflösenden Kameras und Sensoren die Ober- und Unterseite jedes Werkstücks detailliert analysiert. „Mit der Unterstützung von künstlicher Intelligenz erkennt das System Holzmerkmale wie Astlöcher, Risse, Verfärbungen oder Qualitätszonen mit hoher Präzision. Die KI-gestützte Optimierung berücksichtigt nicht nur die geometrische Verdrehung der Bretter, sondern auch Rückläufer und gewünschte Kapplängen“ erklärt Manfred Buck, Verkaufsleiter bei Paul. „Auf dieser Basis werden die bestmöglichen Schnittpositionen und Produktabmessungen berechnet – für maximale Materialausnutzung bei minimalem Verschnitt.“
Für die präzise Übergabe der gescannten Werkstücke sorgt das Beschickungssystem AB920_SPOT, das die Bretter mittels eines integrierten Kamerasystems exakt ausrichtet. Zwei unabhängig arbeitende Servoantriebe positionieren jedes Werkstück millimetergenau, bevor es der Auftrennsäge übergeben wird. Dieses Zusammenspiel aus optischer Erkennung und servoelektrischer Steuerung gewährleistet höchste Schnittgenauigkeit und Prozesssicherheit – selbst bei unregelmäßigen Werkstücken mit Rindenresten oder Naturkanten.
Die anschließende Bearbeitung erfolgt auf einer Auftrennsäge vom Typ CGL, deren Sägewelle mit einer Motorleistung von bis zu 160 kW angetrieben wird. Der kraftvolle Antrieb und die robusten, über Kardangelenke gesteuerten Vorschubwalzen ermöglichen eine konstant hohe Vorschubgeschwindigkeit und zuverlässige Leistung sowohl bei Weich- als auch bei Hartholz. Der modulare Aufbau und die wartungsfreundliche Konstruktion sorgen zudem für geringe Stillstandszeiten und maximale Anlagenverfügbarkeit. Nach dem Auftrennen werden die Werkstücke den ZSA-Stapelautomaten zugeführt und die sortierten Pakete vom Staplerfahrer abgenommen. „Dank der Kombination aus KI-gestützter Holzerkennung, intelligenter Mechanisierung und leistungsstarker Sägetechnik profitiert OSUKALNS künftig von einer deutlich gesteigerten Holzausbeute, höherer Produktqualität und einem optimierten Materialfluss“ ist Buck überzeugt. „Die erneute Entscheidung zugunsten von PAUL unterstreicht die langjährige, partnerschaftliche Zusammenarbeit unserer Unternehmen und den gemeinsamen Anspruch, technologisch führende und wirtschaftlich effiziente Lösungen für die moderne Holzverarbeitung zu realisieren.“

